Andreas Rind

Der Anfang und der erste Schicksalsschlag

Andreas Rind gehört zu den geburtenstarken Jahrgängen. Daher entschied seine Mutter nach dem Umzug nach Nordbayern, die Realschule in Frankfurt vorzeitig zu beenden, um 1991 eine Ausbildung als Spengler zu beginnen. 3 Wochen nach seiner erfolgreich abgeschlossenen Gesellenprüfung stürzte er bei einem Arbeitsunfall 8,5 m vom Dach. Während des Sturzes segelte er mit dem Kopf nur um haaresbreite an einem Doppel T-Träger vorbei und landete auf einem anderen Trapezblechdach, was ihm das Leben rette. Mit sehr viel Glück sprang er nicht nur dem Tod von der Schippe, sondern konnte sich auch dem Einsetzen eines Herzschrittmachers entziehen, der bedingt durch den Schock notwendig geworden wäre. Ein Jahr später war sein gesundheitlicher Zustand (doppelter Unterkieferbruch und Herzrhythmusstörungen) wieder komplett hergestellt. Um das Schicksal nicht ein weiteres mal herausfordern zu müssen startete er eine Umschulung als Universal-Fräser in einer Maschinenbaufirma, die Chemiekreiselpumpen herstellt.

Der Neuanfang

Nach abermals erfolgreichem Abschluss der Ausbildung bei der Fa. Allweiler AG bediente er mehrere unterschiedliche Fertigungsmaschinen. Durch seine Allround-erfahrung im CNC-Bereich und dadurch, dass er bereit war, Verantwortung zu übernehmen, arbeitete er sich in den 10 Jahren zum stellvertretenden Meister für 35 Mitarbeiter hoch. Während der Meister den Aufbau einer neuen Produktlinie für 3 Monate im Mutterwerk betreute, leitete er die Fertigung sogar komplett eigenständig.

Der zweite Schicksalsschlag

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere bei der Firma Allweiler AG entschloss sich diese, das Werk Aschaffenburg zu schließen. Alle Mitarbeiter bekamen zwar einen Arbeitsplatz im über 350km entfernten Mutterwerk Radolfzell zugesagt, aber was nutzt das? Man müsste privat als auch beruflich bei fast Null beginnen, also was nun, Arbeitslosigkeit? Nein Andreas Rind trat die Flucht nach vorne an, denn was ihn nicht kaputt macht, macht ihn stärker.

Die Entdeckung der Berufung

Mit 32 Jahren entschloss Andreas Rind sich darauf hin nun dazu, auf über 2000 DM monatlich zu verzichten und seinen Techniker im Bereich des allg. Maschinenbaus an der Ferdinand-Braun-Schule zu machen. 1999 beendete er erfolgreich die Technikerschule als Klassenbester mit einem Notendurchschnitt von 1,3 und knapp 16.000 DM Barfög-Schulden. Innerhalb der Technikerausbildung besuchte er eine selbstfinanzierte Pro/ENGINEER-Schulung, um in die 3D-Konstruktion einzusteigen. Damit wurde das Samenkorn für seine zukünftige Berufung gelegt. Der „Pro/E-Virus“ infizierte ihn nachhaltig.

Die erste Erfolgsstufe

Als erste Technikeranstellung verdiente sich Andreas Rind seine Sporen bei der Firma Wiegand GmbH & Co.KG als Pro/E-Konstrukteur und entwickelte u.a. Sommerrodel-, schienengeführte Freizeitbahnen und Wasserrutschen. Seine Hoffnung war, dass er Bauteile konstruieren darf. Seine Hauptaufgabe bestand allerdings darin, statische Berechnungen für Bauwerke zu erstellen. Dies führte bei ihm zu solch einem Unbehagen, dass Andreas Rind sich abermals dazu entschloss auf rund 1000 DM monatlich zu verzichten und wechselte zur Firma IBB Konstruktionsdienstleistungs GmbH. Damit verbunden war der deutschlandweite Einsatz und das war der Anfang vom Ende seiner langjährigen Beziehung. Im Ersten Jahr arbeitete er als Konstrukteur bei der Fa. Kesseböhmer. Nach seinem ersten Jahr hatte er sich so viele Pro/E-Kenntnisse im Blech- und Administrationsbereich angeeignet, dass ihm die Fa. IBB den Job als internen Trainer zur Mitarbeiterausbildung anbot.

Um als Trainer gut vorbereitet zu sein, absolvierte er ein einjähriges Passporttraining beim Softwarehersteller PTC, in dem er über 10 Pro/ENGINEER-Schulungen auch Spezialschulungen wie Blech, Flächen, Piping, Welding und Cabling erfolgreich besuchte. Zudem bearbeitete er weiterhin Konstruktionsprojekte und entwickelte u.a. einen digitalen Röntgenapparat, CEE-Stecker oder div. Blechgehäuse. Parallel dazu baute er zusammen mit einem Kollegen, die Schulung für Mitarbeiter und Kunden auf. Dazu schrieb Andreas Rind für die Fa. IBB die Aufbau-, Zeichnungs-, Blech- und mehrere Updateschulungen sowie deren Aktualisierungen auf neue Softwareversionen. Von 1999 bis 2007 half er so, die Mitarbeiterzahlen von 25 auf über 300 zu vergrößern. Als Consultan und Trainer schulte und unterstützte er rund 600 Schulungsteilnehmer zahlreicher renommierter Firmen.

Der zweite Schritt auf der Erfolgsleiter

Um sich weiterzuentwickeln baute Andreas Rind 2007 den Konstruktionsdienstleister CE-SYS Engineering GmbH von Null an mit auf. Von Anfang an startete er als Einzelkämpfer die Niederlassung Koblenz. Dies bedeutete nicht nur die Mitarbeiter alleine auszubilden, sondern sich auch um die Unterbringung der Mitarbeiter während der Schulung zu kümmern. Alle technischen Abläufe, Anschaffung der Rechner und die Administration des Systems mussten mit kleinsten Mitteln bestritten werden. Da er Einzelkämpfer war, war Urlaub im ersten Jahr der Anlaufphase kaum möglich.

Die Wirtschaftskrise beutelt ihn erneut

Anfang 2008 beutelte die Wirtschaftskrise das noch sehr junge Unternehmen. Wenn man jetzt nicht schnell reagiert würde das u.U. das Ende der Firma bedeuten. Um sich ein weiteres Standbein neben der Arbeitnehmerüberlassung zu schaffen, half er dabei mit, das Unternehmen nach DIN 9001 und für die AZWV zu zertifizieren. Als Trainer bildete er nicht nur 6 weitere Trainerkollegen erfolgreich aus, sondern schulte in der Krise mit ihnen zusammen bis zu 90 Teilnehmer parallel, an zwei Standorten. So verschaffte Andreas Rind nicht nur den Teilnehmern die Möglichkeit gestärkt aus der Krise hervorzugehen sondern sicherte auch der Firma gute Umsätze in den schweren Zeiten.

2009 war er maßgeblich dafür verantwortlich, dass die CE-SYS Engineering GmbH als PTC-Reseller und AdvantageTrainingsPartner anerkannt wurde. Somit war es ihm möglich sich als Technical Sales und PTC-Trainer bis heute für rund 30 Creo- und Pro/ENGINEER-Schulungen zu zertifizieren. In den ersten 5 Jahren der CE-SYS Engineering GmbH half er mit fast 400 Mitarbeiter zu gewinnen, insgesamt 4 Standorte und 2 Tochterfirmen zu gründen, sowie für zahlreiche namhafte Firmen Kundenschulungen bzw. Projekte durchzuführen.

Seine Vision

Seine zukünftigen Visionen sind neue Schulungen und ein Buch zu schreiben, sowie als Referent und Redner erfolgreich Vorträge an Universitäten, Messen und Fachtagungen zu halten, um möglichst vielen Menschen zu helfen, zukünftig stabile und gut änderbare Modelle zu erstellen.

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