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„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“

Zitat von Wladimir Iljitsch Lenin

sowjetrussischer Politiker und Revolutionär (1870 – 1924)
Gründer der UDSSR

Haus_

Die neuesten Versionen von Creo Parametric ehemals Pro/ENGINEER erleichtert vielen Usern das Arbeiten dadurch, dass das System selbständig Annahmen trifft, um ihn zu unterstützen. Jedoch ist eine Annahme nicht immer identisch mit der Konstruktionsabsicht des Anwenders.
Bei Einsteigern ist diese Funktionalität sehr zweckmäßig, da sie zum schnellen Erlernen und damit zum gewünschten Ergebnis führt. Bei etablierten Konstrukteuren führt diese Funktion u.U. schnell zur Nachlässigkeit bezüglich sauberer Referenzierung. Leider weiß man nie genau, was das System für Annahmen trifft. So kann es vorkommen, dass ein weniger wichtiges Detail als Ausrichtreferenz für die Skizze genutzt wird.

Was hat das später zur Folge?

Sollte das Detail im späteren Produktlebenszyklus einmal entfallen, verliert das automatisch ausgerichtete Skizzenelement seine Elternreferenz, was zu einem unnötigen Fehler führt. Also sollte zumindest bei wesentlichen KEs darauf geachtet werden, welches Element zur Ausrichtung verwendet wird. Dies erhöht die Stabilität des Teils. Auch ein stabiler Strukturaufbau führt zu besser änderbaren Modellen. So sollte immer vom Wesentlichen hin zu den Details modelliert werden.

Warum ist die Skizzenausrichtung so wichtig?

Wer weiß heute schon, was morgen aus seinem Modell wird? Vielleicht ist die Konstruktion oder das Produkt so gut, dass es sich in großen Stückzahlen verkaufen lässt. Natürlich liegt dann der Gedanken nahe, das neue Spitzenprodukt in neuen Varianten z.B. größer, länger oder überarbeitet auf den Markt zu bringen. Also verwendet man die vorhandenen Modelle als Vorlage, kopiert sie und passt sie individuell der neuen Anforderung an. Auf diese Art wird sehr viel Zeit bei der Weiterentwicklung eingespart, aber es werden auch alle Fehler und nicht optimal referenzierte KEs mit genommen.

Also wie sollte man zukünftig arbeiten?

Ich fordere meine Schulungsteilnehmer weiterhin dazu auf, die wenigen Augenblicke und Klicks in ihr Modell zu investieren, um zu überprüfen, was das System automatisch referenziert hat. Diese wenigen Aktionen sind wichtiger als man in diesem Moment annimmt. Besser noch man gibt die Referenzen gleich selbständig an, indem man nicht vorab die Skizzenreferenz wählt, sondern wie zu Wildfirezeiten, mittels des Kontextmenüs auf der rechten Maustaste die Option „Interne Skizze“ wählt und gezielt alle Skizzenreferenzen definiert.

Deshalb lieber gleich sauber arbeiten, ehe man später durch den Fehlerbeheber Einiges reparieren muss. Ich schließe mit dem Zitat von Alfred Polgar (1873-1955), östr. Schriftsteller u. Kritiker

„Das, was man tut, damit man es eines Tages nicht mehr zu tun braucht.“

In dem unten abgebildeten Beispiel soll ein Türschild auf der rechten Hauswand skizziert werden. Das System verwendet automatisch die Terassenfläche und richtet diese nach links aus. Das Haus würde dann auf der Seite liegen. Besser wäre gewesen, die Ebene „Oben“ nach Oben auszurichten.

 

Skizzienausrichtung

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